Stockschützen, Gumpenserenade, Herzogsägmühle…

8. Juni 2019: Die Peitinger Stockschützen haben heute den Einzug ins Viertelfinale in der Sommerbundesliga gesichert. Zusammen mit meinem Mann war ich in der Dreifachturnhalle dabei und Christian Lindner, Präsident des Deutschen Eisstock-Verbandes, hat uns geduldig die Regeln erklärt. War ein spannender Wettkampf und ich werde ab sofort die Berichte in den Medien über die Peitinger Stockschützen genauer verfolgen.

Unter der Woche habe ich mich mit Andreas Fuchs, dem Ansprechpartner für die Peitinger Musiklehrer, und Alexander Schnackenberg, dem Vorsitzenden des Fördervereins „Musik in Peiting“ getroffen. Als Treffpunkt haben wir das „s´zuckerl“ gewählt, da wollte ich schon lange mal hin. Und so, wie Kinder und Jugendliche Selbstvertrauen durch Sport erlangen können, so schaffen sie es auch über die Musik. Freilich geht es um sinnvolle Freizeitgestaltung, aber eben nicht nur. Ich war auch in Herzogsägmühle und Direktor Wilfried Knorr hat mir das großzügige Gelände gezeigt. Es ist beeindruckend, was alles an Flächen und Einrichtungen zu Herzogsägmühle gehört. Ein großer und konjunkturunabhängiger Arbeitgeber, eine Zuflucht für Hilfeberechtigte und ganz einfach ein Ort zum Leben. 

Mit Bürgermeister Michael Asam, Birgit Gutzeit und Erich Mühlberger beim Fachtag Wohnungslosenhilfe.

125 Jahre Wohnungslosenhilfe in Herzogsägmühle werden heuer gefeiert. Hier bekommen Menschen die Chance auf ein selbstbestimmtes und würdevolles Leben, auf einen Weg zurück in die Gesellschaft. Wohnungslos zu werden ist eine Katastrophe! Da ist die Herzogsägmühle ein Segen. Sie hat aber selbst mit der Wohnungsnot allerorten zu kämpfen, wie Birgit Gutzeit beim Fachtag Wohnungslosenhilfe erzählte. Wohnraum wird leider immer mehr zur Ware. Das Gemeinwohl spielt in unserem Wirtschaftssystem eine zu kleine Rolle. Bürgermeister Michael Asam erzählte von den Schwierigkeiten der Kommune, überhaupt noch Bauland zu bekommen. Herzogsägmühle ist übrigens die größte stationäre Einrichtung in Bayern. Ein toller Fachtag, der das Thema von vielen Seiten beleuchtet hat!

Und dann waren noch Sportlerehrung und Delegiertenversammlung des TSV. Dort habe ich auch Vorstandsmitglieder des Tennisclubs getroffen, die ich ein paar Tage zuvor schon besucht hatte, darunter 1. Vorstand Werner Mathes. Das Referat zur Inklusion im Verein und Ehrenamt war insofern interessant, weil es nicht nur darum ging, Sporttreibende mit einer Behinderung in den Verein zu integrieren, sondern Menschen mit Behinderung für die ehrenamtliche Hilfe zu gewinnen. Dazu gibt es am 19. Oktober sogar einen Aktionstag. Übrigens war es ungewohnt, die ECP-Spieler mal ohne Helm zu sehen und Peiting kann stolz sein, so viele erfolgreiche SportlerInnen zu haben! 

Reh, Specht, Eichhörnchen, Waldameisen, Pferde… und Karl und ich. Auf dem Kalvarienberg in Peiting war ganz schön was los. Der Aufstieg ist machbar, auch für Ungeübte 😉 und belohnt wird man mit einer wunderschönen Aussicht.

Bestes Wetter war bei der Gumpenserenade. Der Weiher liegt idyllisch in der Ortsmitte Peitings und wenn abends die Musikstücke erklingen, ist das sehr stimmungsvoll. Rundrum sitzen die Leute, trinken ein Glaserl Wein oder ein Bier und genießen die Klänge, die über den Gumpen von Ufer zu Ufer zu hören sind. Und im Landkreis Augsburg bin ich natürlich als Kreisrätin auch noch unterwegs. Der Erholungsgebieteverein Augsburg (EVA) hat mit seinem Fördergeld dazu beigetragen, dass in Langweid ein toller Badesee (siehe Foto) entstehen konnte. Bei der EVA-Mitgliederversammlung haben wir ihn angeschaut.

Ein weiteres Projekt, das mir persönlich sehr gut gefällt, ist in Aichach der „Grünzug an der Paar“: Hochwasserschutz und Naherholung in der Stadt. Das werde ich mir mal anschauen.